Eine Stoffwechseldiät und die hCG Diät sind nicht miteinander gleichzusetzen

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Unterschied zwischen der HCG- und Stoffwechseldiät

Der Diätdschungel steckt voller unterschiedlicher Ernährungsweisheiten, doch alle verfolgen dasselbe Ziel: Eine Gewichtsreduktion – so schnell und so viel, wie es nur möglich ist! Das sollen die hCG Diät auch bekannt als Stoffwechselkur,

oder die Stoffwechseldiät ebenfalls versprechen, welche seit Jahren nun in aller Munde sind und sich inzwischen weltweit einen Namen machen konnten. Doch was verbirgt sich hinter diesen und welche Vor- und Nachteile erwarten uns?

Beginnen wir zunächst mit der radikaleren Gewichtsreduktion:

Die hCG Diät

Entwickelt von dem britischen Arzt Dr. Albert Simeons, basiert sie auf dem sogenannten humanem Choriongonadotropin, ein im Zuge der Schwangerschaft gebildetes Hormon, welches aufgrund seiner Eigenschaften den Verbrauch der körpereigenen Fettreserven erlaubt. Eigentlich sollte es somit die Zufuhr von Nährstoffen und Mineralen in Zeiten von Hungersnot gewährleisten, die die Mutter und das Ungeborene benötigen um zu überleben.

Durch die Entdeckung dieses Botenstoffes wurde in Verbindung mit einer mindestens 26-tägigen Ernährungsumstellung eine neue Form der Gewichtsreduktion kreirt. Das Hormon wird dabei dem Patienten in Form einer Injektion verabreicht und soll so eine Unterdrückung des Hungergefühls erreichen. Des Weiteren wird der Blutzucker auf einem konstant niedrigen Level gehalten, weshalb es nicht zu der Gefahr von Heißhungerattacken kommen soll.

Die tatsächliche Gewichtsreduktion wird dann durch die maximale Kalorienzufuhr von 500 kcal pro Tag erreicht, welche in Form von Gemüse, Obst, magerem Fleisch und Fisch zu sich genommen werden darf. Die Verwendung von Butter und Öl für die Zubereitung der Mahlzeiten wird nicht empfohlen. Auf Sport soll und muss nicht verzichtet werden, da das hCG auch für den nötigen Energieschub sorgt und diesen ermöglicht.

Tagesplan einer hCG Diät

Nach Simeons sollte die Nahrungsaufnahme auf maximal zwei Mahlzeiten am Tag aufgeteilt werden, bevorzugt Mittag- und Abendessen. Zum Frühstück ist zwar ein Kaffee oder Tee erlaubt, jedoch ohne Zucker. Wer auf seine Milch nicht verzichten will, darf einen Esslöffel innerhalb von 24 Stunden verzehren. Folgenden Tagesplan empfiehlt er:

  • 100 Gramm Kalb, Rind, Hühnerbrust, Hummer oder Shrimps; Fettes Fleisch bzw. fetter Fisch sind nicht erlaubt!
  • Gemüse wie Spinat, grüner Salat oder Tomaten ein Grissini Obst wie zum Beispiel ein Apfel, eine Handvoll Erdbeeren oder eine halbe Grapefruit

Wasser, Tee und Kaffee dürfen ohne Einschränkung getrunken werden, wichtig ist hierbei die Aufnahme von mindestens 2 Liter Wasser am Tag.

Vor- und Nachteile der hCG Diät

Ein großes Plus dieser Diät ist die rasche Gewichtsabnahme, welche aufgrund der geringen Kalorienzufuhr erfolgt. So können auf der Waage bis zu 15 Kilogramm weniger erwartet werden und das innerhalb von 8 Wochen.

Außerdem wird der allseits gefürchtete Jojo-Effekt durch die fehlenden Heißhungerattacken auf ein Minimum reduziert, wenn nicht sogar komplett verhindert.

Ein großes Minus jedoch sind die Kosten. Da eine ärztliche Begleitung aufgrund der geringen Kalorienzufuhr unbedingt erfolgen muss und das Hormon selbst nicht billig ist, kostet diese Diät um ein Vielfaches mehr als andere und befindet sich damit im drei- bis vierstelligem Bereich. Noch dazu wird das hCG in Deutschland gar nicht in reiner Form verkauft, weshalb auf Globuli und Tropfen zurückgegriffen werden muss.

In dieser Art und Weise wird es als eine Stoffwechselkur bezeichnet. Doch nicht nur, dass es ein Vermögen kostet, sondern auch das Hormon selbst wird ebenfalls als ein Nachteil angesehen, da die tatsächlichen Nebenwirkungen nicht genügend erforscht sind und somit eine unbekannte Gefahr in dieser Diät bzw. Kur darstellen. Eine weit verbreitete Nebenwirkung sind Kopfschmerzen.

Die Stoffwechseldiät

Im Laufe der letzten Jahre immer populärer geworden, ist diese Art von Schlankheitskur frei von Hormonen und kann mit ihrem Ernährungsplan eindeutig mehr Anhänger aufweisen, ist sie auch um einiges unkomplizierter.

Abgenommen wird mithilfe eines 14-tägigen Ernährungsplan und mit der Umstellung auf Low-Carb, also der Reduktion von Kohlenhydraten, um eine Veränderung im Stoffwechsel zu erreichen. Nicht nur die Schwankung des Blutzuckerspiegels und dadurch wiederum das Gefühl des Heißhungers werden dadurch unterdrückt,

sondern wird dem Körper auch die Botschaft vermittelt, sich die Energie in Form von Ketogenen aus den eigenen Fettreserven zu holen. Als Folge dessen soll eine Gewichtsabnahme von bis zu 10 Kilogramm innerhalb von zwei Wochen ermöglicht werden.

Tagesplan einer Stoffwechseldiät

Die Low-Carb-Ernährung wird von Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten aufgebaut, jedoch wird auf Nudeln, Brot und Kartoffeln verzichtet. Auch Zucker und Süßigkeiten werden nicht empfohlen.

Im Zentrum stehen also vor allem die Proteine. Es wird nach einem strengen Wochenplan gekocht, Bücher und Rezepte sind inzwischen genug auf den Markt und erfreuen mit einer unterschiedlichen Variation. Der erste Tag eines zweiwöchigen Ernährungsmodells könnte zum Beispiel wie folgt aussehen:

Frühstück: Schwarzer Kaffee, ohne Zucker
Mittagessen: Spinat mit zwei gekochten Eiern
Abendessen: unpaniertes Fleisch

Wichtig ist auch hier die minimale Zufuhr von 2 Liter Wasser am Tag. Außerdem wird dreimal in der Woche Ausdauersport empfohlen, um dem Abbau von Muskelmasse entgegenzuwirken.

Vor- und Nachteile einer Stoffwechseldiät

Die Kosten sind hier wesentlich geringer, da weder ein Zusatzmittel genommen noch unbedingt ein Arzt hinzugezogen werden muss. Rezepte oder Wochenpläne sind im Internet zur Genüge zu finden, so dass von Zuhause aus jederzeit und ohne viel Aufwand gestartet werden kann. Die Gewichtsreduktion erfolgt ebenfalls sehr rasch und bringt eine Entschlackung des Körpers mit sich.

Doch wer erfolgreich Kilos verlieren will, muss bei dieser Diätform eine große Portion an Disziplin und Durchhaltevermögen aufweisen. Wer sich hier nicht an den strikten Ernährungsplan haltet, tappt schnell wieder in die Jojo-Falle. Zudem kann bei mangelnder Bewegung ein Überschuss an Protein entstehen, weshalb es gilt: Sport treiben!

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