Die Stoffwechseldiät – wie aus einem Begriff eine nachhaltig bessere Bikinifigur entsteht

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Es kursieren zahllose Versprechen, Halbwahrheiten und haltlose Behauptungen im Internet, die sich um das „Wundermittel“ Stoffwechseldiät drehen. Das ist sehr zum Nachteil vieler Menschen, die sich ernsthaft quälen und abmühen um lästige, überflüssige Pfunde zu verlieren. Ein Nachteil deshalb, weil mit den vielen in Umlauf gebrachten Artikeln teilweise abstruse Theorien aufgestellt werden, die zwangsläufig nicht zum Erfolg führen können. Damit Sie mit der Stoffwechseldiät wirklich nachhaltigen Erfolg erreichen können, wird nun mit all den Mythen und falschen Informationen aufgeräumt.

Dafür steht der Begriff Stoffwechseldiät – ein Eingriff in die Stoffwechselprozesse

Bevor dieser Artikel auf die Stoffwechseldiät selbst eingeht, werden noch ein paar Grundlagen vermittelt, damit Sie leichter verstehen können, was es mit dieser Diät wirklich auf sich  hat. Mit diesem Grundlagenwissen können Sie für sich selbst besser beurteilen, ob diese Form der Ernährung überhaupt mit Ihren Wünschen korrespondiert, denn nur dann werden Sie in der Lage sein, sie nutzbringend umzusetzen. Eines noch vorab: Bevor Sie sich an diese Diätform wagen, sollten Sie unbedingt vorab ärztlich klären lassen, ob das Übergewicht nicht durch irgendwelche Krankheiten verursacht wird – als wichtigste und häufigste gesundheitliche Ursache sei hier die Schilddrüsenunterfunktion genannt.

Der Stoffwechsel ist der Motor des menschlichen Organismus

Mit dem Stoffwechsel werden Prozesse im Körper bezeichnet, die verschiedene Stoffe in andere umgewandelt werden, damit sie vom Körper nutzbringend eingesetzt werden können. Er verwandelt Nahrung in überlebenswichtige Elemente wie Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Hormone und viele mehr, die der Körper dringend benötigt.

Dieser Prozess ist bewusst einfach beschrieben, da er nur dem Grundverständnis dienen soll. In diesem Zusammenhang soll nun klar werden, dass die Stoffwechseldiät aktiv in diese Prozesse eingreift, um einen Nutzen aus physiologischen Gegebenheiten ziehen zu können. Der menschliche Körper ist, aus ernährungstechnischer Sicht, in der Lage, zwei verschiedene Arten von Energieversorgung einzusetzen:

  • Den Kohlenhydratstoffwechsel
  • Den Fettstoffwechsel

Beide unterscheiden sich grundlegend voneinander, obwohl sie unterm Strich die gleiche Aufgabe haben: den Körper mit Energie zu versorgen. Der eigentliche Unterschied liegt in der Nutzung verschiedener Energieträger.

Der Kohlenhydratstoffwechsel ist der Standard der modernen Zivilisation

Der menschliche Körper ist stets bestrebt, möglichst Effizient mit der zugeführten Energie zu haushalten. Dabei verfolgt er verschiedene Strategien, um auf jede mögliche Situation angemessen reagieren zu können.

Energiebevorratung bei Kalorienspitzen (Peaks)

Sobald dem Körper mehr Energie zugeführt wird, als er in kurzer Zeit direkt verbrauchen kann, wird der Überschuss über den Blutkreislauf in Organen (Hauptsächlich in der Leber) und in Fettzellen eingelagert, was bei regelmäßiger Überversorgung zwangsläufig zu unerwünschten Fettpolstern führt.

In diesem Zusammenhang ist die heutige Lebensweise in den Industrieländern mitverantwortlich – durch feste Essenszeiten werden regelmäßig Versorgungsspitzen erreicht, in denen der Stoffwechsel nicht anders reagieren kann als das „Zuviel“ an Energie für Notzeiten einzulagern.

Begünstigt wird diese Einlagerung durch die ungünstige Wahl der hauptsächlich verwendeten Lebensmittel: Nudeln, Teigwaren auf Weißmehlbasis und zuckerhaltige Getränke.

Sie alle haben eines gemeinsam: kurzkettige Kohlenhydrate, die sehr schnell verdaut und in großen Mengen in den Blutkreislauf überführt werden. Das ist eines der beiden Probleme, auf denen Übergewicht in der Regel fußt.

Verwertungsreihenfolge der vorhandenen Energieträger

Der Kohlenhydratstoffwechsel kennt eine festgelegte Reihenfolge, in der über die Nahrung zugeführte Energie verwertet wird:

  • Kohlenhydrate
  • Eiweiß (Proteine)
  • Fette bzw. Fettsäuren

Diese Reihenfolge ist ein großes Problem, denn die Ernährung in den Industrieländern ist bei weitem zu kohlenhydratlastig und verteufelt fetthaltige Nahrung. Fett ist dabei aber überhaupt nicht das Problem, sondern die Masse der Kohlenhydrate, die aus eigentlich ungesunden Lebensmittel stammen.

Auf der Basis der genannten Reihenfolge ist fettige Nahrung tatsächlich kritisch zu bewerten – allerdings nur, weil Fette je Gramm wesentlich mehr Energie liefern als Proteine und Kohlenhydrate. Durch die Menge der Kohlenhydrate, die zu jeder Mahlzeit eingenommen werden, kann der Körper diese nicht einmal ansatzweise direkt verwerten und lagert den Überschuss ein.

Das Fett, dass zusätzlich während der Mahlzeit eingenommen wird, kann überhaupt nicht verwendet werden und wird deshalb ebenfalls eingelagert. Genau an diesem Punkt setzt die sogenannte Stoffwechseldiät an, die nachfolgend näher betrachtet wird.

Der Kernpunkt der Stoffwechseldiät: der Fettstoffwechsel muss aktiviert werden

Der Fettstoffwechsel ist gewissermaßen ein Notfallprogramm des Körpers, um in Notzeiten die eingelagerten Energiereserven mobilisieren zu können. Dieses Programm lässt sich gezielt aktivieren und für den Abbau der Fettpölsterchen nutzen.

Das Hormon Glukagon ist dafür zuständig, die in den Fettzellen gelagerte Energie in verwertbare Energie umzuwandeln – das geschieht durch die Produktion sogenannter Ketonkörper, die aus den gelösten Fettsäuren gebildet werden.

Damit der Körper auf diesen Stoffwechsel umspringt ist es notwendig, die tägliche Zufuhr von Kohlenhydraten drastisch zu reduzieren. Nur dann kann der Körper in die sogenannte „Ketose“, also in den Zustand des Fettstoffwechsels, gelangen.

Dieses Prinzip klingt zunächst etwas befremdlich, zumal ja überall geradezu propagiert wird, dass Fett ungesund ist. Das kann aber verneint werden, denn selbst in medizinischen Bereichen werden Patienten mittels Ketose gegen vielerlei Krankheiten behandelt.

Dass sich über die ketogene Ernährung gezielt Fettpolster abbauen lassen, ohne dem Körper zu schaden, haben zahllose Beispiele bereits bewiesen. Wichtig ist vor allem, dass ein paar Grundregeln beachtet werden.

Sehr viel Flüssigkeit aufzunehmen ist elementarer Bestandteil

Die aus den Fettzellen gebildeten Ketonkörper werden nicht alle verbraucht. Der Körper kann sie aber auch nicht mehr einlagern – das heißt: überschüssige Energie wird über den Urin ausgeschieden. Deshalb ist es sehr wichtig, dass täglich sehr viel Flüssigkeit in Form von Wasser, ungesüßten Tees etc. zugeführt wird. Als Erwachsener sollten das täglich mindestens 2,5 – 3 Liter sein, um Nierenprobleme gänzlich ausschließen zu können.

Keine Radikalkur durch stark gedrosselte Kalorienzufuhr

Obwohl es eine Art von Diät ist, sollte eine zu starke Kalorienreduktion unbedingt vermieden werden. Der ideale Kalorienwert liegt zwischen dem Grund- und dem Gesamtkalorienumsatz des Körpers. Diese lassen sich rechnerisch bestimmen, um die richtige Kalorienmenge berechnen zu können. Wird dem Körper deutlich zu wenig Energie in Form von Fett und Proteinen zugeführt, handelt er entsprechend der weiter oben genannten Reihenfolge.

Da aber kaum Kohlenhydrate zur Verfügung stehen, wird er sich zunächst an den körpereigenen Proteinen vergreifen – das bedeutet im Klartext: er baut Muskelmasse ab, um die Energieversorgung zu gewährleisten. Mit einer angemessenen Kalorienzufuhr lässt sich dieser Prozess aber weitestgehend bremsen, wenn neben dem zugeführten Fett auch genügend Proteine zugeführt werden.

Grundsätzliche Erkenntnisse zur Stoffwechseldiät

Wie nun offenbar ist, dass die Stoffwechseldiät tatsächlich und effizient funktioniert, ist auch klar, dass eine relativ radikale Umstellung der Essgewohnheiten stattfinden muss. Die ketogene Ernährung, die diese Stoffwechselveränderung überhaupt erst möglich macht, wird häufig kontrovers diskutiert, was nicht zuletzt an den vielen erwiesenen Unwahrheiten liegt, die in allen Medien kursieren.

Eine gut geplante ketogene Ernährung ist keineswegs von Mangelerscheinungen oder ähnlichem geprägt, sondern allein von der sinnvollen Zusammenstellung der verschiedenen Lebensmittel im Bezug auf bekannte Körperfunktionen. Und das Beste kommt bekanntlich zum Schluss: wenn Sie sich auf dieses „Abenteuer“ einlassen werden Sie schnell feststellen, dass es auch für Sie funktioniert!

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